![]() |
||
|
|
5.2.2010Technologie im OrbitEs war noch nie leicht Live-TV-Bilder von einem Americas Cup Rennen zu übertragen, aber dieser 33.Americas Cup stellt den offiziellen Rundfunksender TWI vor völlig neue Herausforderungen. Es wird erwartet, dass die beiden gigantischen Mehrrümpfer USA und Alinghi 5 Geschwindigkeiten über 30 Knoten erreichen, damit kann das äußere Ende der Rennstrecke bis zu 40 Meilen von der Küste entfernt sein, außerdem können die Kontrahenten in einer Entfernung von 20 Meilen zueinander segeln, dies erfordert ein entsprechend neues Level für die Technologie, um die Live Bilder von der Rennstrecke an das riesige weltweite Publikum zu senden. “Die Entfernung der Rennen zur Küste zu überbrücken, schlimmstenfalls 40 Meilen, war die größte Herausforderung der letzten Tage“, erklärt Kevin Orwin, Technischer Direktor, in Valencia, “technisch ist es einfach Bilder vom Horizont, wie wir ihn sehen können, zurück zu senden, überschreitet man aber diese visuelle Grenze, entstehen diverse technische Probleme, einschliesslich der Kommunikation unserer eigenen Teams miteinander und zum Land.“ „Anstatt das wir unser Signal nun von den Helikoptern direkt an Land senden, wie wir es beim letzten Cup gemacht haben, senden wir es diesmal an ein eigens für uns eingerichtetes Flugzeug, das normalerweise in 25.000 Fuss (ca.7.600 m) Höhe fliegt. Beim 33.AC werden wir allerdings auf 27.000 Fuss (ca. 8.200 m) kreisen,“ erläutert Orwin, „unser spezielles Flugzeug gehört zum Typ Skylink, dass für die TV-Nutzung umgerüstet wurde und mit Empfänger- und Sender-Antennen in den Flügeln ausgestattet ist. Auf diese Weise sind sie kontinuierlich aktiv und können die Signale jederzeit auffangen und an die Basis weiter leiten.“ Wenn die Boote sich weit voneinander entfernen, können wir nur über die Brücke des Flugzeuges die Signale an Land senden. Auf den konkurrierenden Yachten sind Mikrophone installiert, um alle Effekte und O-Töne festzuhalten. Diese Audio-Signale werden an die Helikopter weitergeleitet. Die Kamerabilder und die Audio-Töne werden dann zusammen an die Basis auf dem Dach des Foredeck Club transferiert. “Es war eine echte Herausforderung in der kurzen, verfügbaren Zeit dorthin zu kommen, wo wir jetzt sind.“ Auf jedem Boot sind zwei feste Kameras installiert und nach den Rennen wird das aufgezeichnete Material für die Zusammenfassung der Highlights genutzt. SIS TV erstellt alle links für TWI, da sie den Skylink zuvor für die Berichterstattung von Marathonläufen und der Weltmeisterschaft der Formel 1 genutzt haben. Skylink greift die Sender-Kommunikation auf, wiederholt diese an die Helikopter und Kameraboote, sodass diese den Rücklauf aus der Produktion hören können und jederzeit wissen was passiert. Neben den Kameras der Helikopter, sind auch Kameras auf Begleitbooten, einem Rib und auf dem Komitee-boot. Auf der Rennstrecke sind 5 Kameras unterwegs, die beiden Helikopter mit gezählt. Und abgerundet wird das Bild von den beiden Panorama-Kameras auf dem Foredeck Club. Eine der großen logistischen Herausforderungen ist selbstverständlich die tickende Uhr und die Entfernungen, die auf See zu überbrücken sind. Und daher gibt es einen dritten Helikopter auf standby, der ebenfalls vollständig ausgestattet ist, um im Zweifel einspringen und überbrücken zu können. Das Kamerateam besteht aus den besten Segelspezialisten weltweit, die alle über Americas Cup Erfahrung verfügen und auch schon zahlreiche Weltumsegelungen gefilmt haben. Und aus Sicherheitsgründen wird der Luftraum über der weitläufigen Regattastrecke während der Rennen vollständig gesperrt. AC 5.2.2010, Heike Schwab |
|
|
[ impressum/kontakt ] [ werbung ] |
||