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18.6.2007 Grant Simmer über das bevorstehende America’s-Cup-Match .Nur noch wenige Tage und das erste Rennen im 32. America’s-Cup-Match wird gestartet. Designteam-Koordinator Grant Simmer mit einem Update zu den Rennvorbereitungen von Alinghi. Was hat das Team letzte Woche alles gemacht? «Wir sind jeden Tag gesegelt und es gibt noch einiges zu erledigen. Da ist immer etwas, das wir testen wollen, oder ein Manöver, das wir noch verfeinern möchten. Wir beschäftigen uns intensiv mit dem Renn- und Vorstarttraining und bereiten uns so auf den Match vor.»
Alinghi hat mit Luna Rossa Challenge und Desafío Español trainiert. Sind Sie zufrieden mit Alinghis Leistung? «Die Geschichte zeigt, dass es dem Titelverteidiger immer genützt hat, gegen einen starken Herausforderer zu segeln. Das ist bei uns nicht anders, und wir sind zufrieden mit unserer Leistung gegen beide Teams. MitDesafío Españolmachten wir nur Vorstarts aber gegen Luna Rossa sind wir vier Rennen gesegelt. Die Rennen waren sehr intensiv und unsere Leistung in diesen Rennen ist sehr viel versprechend.»
Wie anders ist es, gegen Emirates Team New Zealand den Titel zu verteidigen als die Kiwis herauszufordern? «Das haben wir oft diskutiert. Wenn man Titelverteidiger ist, hat man nicht die gleiche Rennintensität. Natürlich versuchen wir diese Intensität mit unseren In-house-Rennen zu schaffen – daran haben wir in den letzten Jahren gearbeitet. Während des letzten Cups hatten wir einen sehr harten Kampf gegen Oracle BMW Racing. Als wir da durch waren, hatten wir grosses Vertrauen in unser Team, in unsere Fähigkeiten und in unser Boot. Dieses Mal sind wir, obwohl wir gegen Luna Rossa gesegelt sind, nicht derselben Intensität ausgesetzt und das birgt natürlich ein gewisses Risiko. Ein weiterer Unterschied zu Auckland ist, dass wir jetzt in den Zwischenjahren viele LV Acts hatten, was uns geholfen hat, mit den Herausforderern auf Tuchfühlung zu bleiben.»
Welches sind die Stärken und Schwächen von Emirates Team New Zealand? «Ich kann nur über die Stärken unseres Gegners sprechen. Eine ihrer Stärken ist, dass sie viel Erfahrung an Bord vereinen. Sie haben viel Rennpraxis und sie hatten kaum Wechsel in der Crew – ich würde also sagen, sie sind bereit für den Match. Was die Leistung des Bootes betrifft, haben sie sich stark weiterentwickelt. Sie haben im LV Cup immer das gleiche Boot benutzt; sie sind also schnell und wir gehen nicht davon aus, dass wir, was die Geschwindigkeit betrifft, einen Vorteil haben. Wir erwarten, dass sie etwa die gleiche Bootsgeschwindigkeit haben und dass sie topfit sind – sie werden also ein sehr starker Gegner sein.»
Wie ist der Stimmung bei Alinghi zurzeit? «Die Stimmung ist gut. Wir freuen uns und sind auch ein wenig aufgeregt – das ist gut so. Wir wollen nicht nonchalant in diese Rennen gehen. Der Match ist das, worauf wir uns die letzten drei Jahre vorbereitet haben. Wir müssen nervös sein und ungeduldig darauf warten, dass es endlich losgeht.»
Sie wissen bereits, wie es ist, den America’s Cup zu gewinnen. Was bedeutet ein Sieg? «Es ist ein unglaublich befriedigendes Gefühl. Ich bin heute viel älter als beim ersten Sieg. Damals war ich vom ganzen Anlass überwältigt, dieses Mal ist es mein Job, ein Team zusammenzustellen, das gut genug ist, den Cup erneut zu gewinnen. Ich bin immer davon ausgegangen, dass wir stark genug sind, den Cup zu verteidigen. Wenn wir es schaffen, wird es für mich eine riesige Befriedigung sein, denn ich habe mich in den letzten Jahren extrem dafür engagiert. Ich werde zufrieden sein mit den Jungs und stolz auf das ganze Team. Und ich werde die Gewissheit haben, dass wir durch die harte Arbeit und der Einsatz aller Beteiligten unser lang ersehntes Ziel erreicht haben.»
Wie schwierig ist es, das Team motiviert und hungrig zu halten? «Wie wir bereits öfter betont haben, war das für uns sicherlich ein Problem. Im LV Act 13 zu segeln und nach ihrem Ausscheiden gegen Luna Rossa und Desafío Español anzutreten, hat uns sehr gut getan. Beide Teams haben alles gegeben und uns einen tollen Kampf geliefert – das hat der Motivation des Teams einen Schub verliehen. Aber ehrlich gesagt waren auch unsere In-house-Rennen und der interne Kampf um den Platz auf dem Boot sehr hoch stehend.»
Weshalb warten Sie bis zur letzten Minute mit der Ankündigung des Steuermanns? «Wir müssen ihn nicht früher präsentieren. Peter Holmberg und Ed Baird arbeiten seit mehreren Jahren miteinander und stehen sich seit Jahren immer wieder auf dem Wasser gegenüber. Wir haben sie vor eine schwierige Herausforderung gestellt: Sie müssen um die Position kämpfen, während sie gleichzeitig zusammenarbeiten und sich gegenseitig unterstützen.»
Quelle Alinghi 18.6.2007
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