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26.6.2007 Alinghi 1 – Emirates Team New Zealand 2

 

NachdemAlinghi sich in einem wahren Regatta-Krimi die Führung in Rennen 3 des 32. America’s-Cup-Match zurückerobern konnte, verlor der Titelverteidiger das Rennen in den letzten paar Minuten und segelte bei immer wechselhafteren Bedingungen mit einem Rückstand von 25 Sekunden auf Emirates Team New Zealand über die Ziellinie. Das Rennen, in dem die Führung insgesamt sechsmal wechselte, wurde bei 7 bis 9 Knoten aus Ost-Südost und sehr unruhiger See gesegelt. Die definitive Entscheidung des Rennkomitees, das Rennen zu starten, kam erst kurz vor der spätesten erlaubten Startzeit um 17 Uhr. Juan Vila, Navigator, kommentiert: «Wir waren bereit. Wir selbst haben zwar keine Verbesserung der Bedingungen beobachtet, doch diese Einschätzung liegt beim Rennkomitee und wir müssen uns ihrer Entscheidung beugen.»

 

Alinghi führte über die Startlinie, verlor die Führung aber auf der ersten Kreuz wegen eines Winddrehers, eroberte den Lead auf der zweiten Kreuz zurück, konnte dann aber nur noch zusehen, wie ETNZ kurz vor dem Start dank eines weiteren Drehers vorbeizog. Juan Vila über diesen äusserst schwierigen Tag: «Die Bedingungen waren für beide Teams schwierig. Bei diesen wechselhaften, leichtwindigen Bedingungen spielt der Zufall eine grosse Rolle. Wir lagen zu Beginn zurück, hatten dann das Glück auf unserer Seite und konnten aufholen und lagen am Schluss wieder hinter den Kiwis zurück – das war eine Enttäuschung für uns.»

 

Der Start von Rennen 3 wurde um zwei Stunden verschoben, bis dann Principal Race Officer Peter Reggio beschloss, die Windbedingungen seien konstant genug. Alinghi erwischte den besseren Start und überquerte die Linie mit acht Sekunden Vorsprung und viel Schub, während die Kiwis relativ langsam unterwegs waren. Doch ETNZ hatte die rechte Seite des Kurses gewählt, wendete etwa drei Minuten nach dem Start auf Steuerbord und hatte sofort viel Druck in den Segeln. ETNZ kreuzte Alinghi erstmals mit vier Bootslängen Vorsprung und baute diesen auf der rechten Seite bis zur ersten Marke auf 1:23 aus.

 

Alinghi konnte den Rückstand bis zum Leegate auf 1:02 verkürzen, blieb den Kiwis auf den zweiten Amwindkurs hart auf den Fersen, konnte die Führung zurückerobern und rundete die zweite Luvtonne mit einem Vorsprung von 15 Sekunden. Bei immer schwächerem Wind führte Alinghi weiter bis etwa zur Hälfte der letzen Vorwindstrecke, als die Schweizer plötzlich viel weniger Druck zu haben schienen. Das gab ETNZ die Chance, zu überholen und mit einem Vorsprung von 25 Sekunden zu gewinnen.

 

Dennoch freut sich Juan Vila bereits aufs morgige Rennen: «Wir nehmen ein Rennen nach dem anderen. Wir bleiben konzentriert und warten auf unsere Chancen; wir segeln so gut wir können und geben alles – das müsste eigentlich reichen.»

Quelle: Alinghi 26.6.2007

 

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