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21.10.2007 Alinghi versucht bis unmittelbar vor dem Gerichtstermin eine Lösung zu findenWährend der letzten Monate stand Alinghi, Titelverteidiger des 33. America’s Cup, auf verschiedenen Ebenen im steten Dialog mit BMW Oracle Racing (BOR) und versuchte, eine Lösung in der Rechtsklage zu finden, die der Golden Gate Yacht Club (GGYC) gegen die Société Nautique de Genève (SNG) angestrengt hatte. BMW Oracle hat via Russell Coutts wiederholt die Diskussions-Basis verschoben, indem sie jedes Mal neue Forderungen stellten, wenn Alinghi sich dafür einsetzte, eine Lösung für die beanstandete Bereiche zu präsentieren. Trotzdem bestand der letzte Kontakt von Alinghi zu BOR vor deren Medieninformation darin, dass Alinghi BOR vor der Anhörung zu einem privaten Treffen in New York einlud, um ein letztes Mal zu versuchen, die ganze Angelegenheit ein für alle Mal zu klären. Heute Morgen bestätigte BOR, dass sie an diesem Meeting teilnehmen werden.Die Société Nautique de Genève (SNG) und Alinghi haben viel
versucht, um BOR dazu zu bewegen, ihre Gerichtsklage zurückzuziehen. So
initiierte die SNG beispielsweise eine Überprüfung des Protokolls mit
den gemeldeten Herausforderern und erklärte sich, gemeinsam mit dem
Challenger of Record Club Náutico Español de Vela, dazu bereit, mehrere
Anpassungen vorzunehmen, um die Forderungen von GGYC und BMW Oracle zu
erfüllen. Darauf forderte Russell Coutts via die Challengers Group die
Garantie, dass Alinghi keinen Vorsprung im Designen des neuen Bootes
haben würde, und erklärte gegenüber mindestens zwei Herausforderern,
BOR würde die Klage zurückziehen, wenn Alinghi beweisen könne, dass sie
keinen Design-Vorteil hätten.
Alinghi reagierte, indem man die gemeldeten Challenger
aufforderte, die Verdrängung für die neue Klasse – ein absolut
zentraler Parameter – zu definieren. Die Challenger taten das und
hatten damit die Sicherheit, dass dadurch kein Vorsprung im
Design-Prozess mehr möglich ist. Für BOR war das aber immer noch nicht
genug und sie wollten in der Folge den Verdrängungs-Parameter vor dem
Hintergrund des ganzen Regelwerkes analysieren, weil sie den Designern
der Herausforderer nicht trauten, die versicherten, dass dieser
Parameter zentral genug sei, um die geforderte Garantie zu
gewährleisten.
Sehr zur Enttäuschung von Alinghi und den Challengern, sandte BOR
am 18. Oktober via Russell einen Brief an Alinghi, der neun weitere
Punkte enthielt, die zu erfüllen waren. Dazu gehörten auch neue
Aspekte, die vorher nie erwähnt worden waren. Mehrere dieser neuen
Aspekte entsprachen in keinster Weise den Grundlagen des Programms, das
von allen rechtmässig gemeldeten Challengern verabschiedet worden war,
und widersprachen auch der Kosteneinsparungs-Strategie, die dem 33.
America’s Cup zugrunde liegt.
Betreffend Veröffentlichung der neuen Regeln sagte
Alinghi-Design-Koordinator Grant Simmer: „Alinghi arbeitet mit den
Herausforderern daran, die neue Klassenregel zu entwickeln. Dieser
Prozess wurde am 15. September lanciert. Die Challenger haben zum
Ausdruck gebracht, dass sie mit diesem Prozess zufrieden sind.
Verschiedene Schlüsselthemen werden noch diskutiert, aber wir arbeiten
daran, dass wir die Regel am 31. Oktober veröffentlichen können. Wenn
BOR sich dafür entscheidet, teilzunehmen, sind sie in diesem Prozess
willkommen.“
Brad Butterworth, Team-Skipper von Alinghi, beurteilt die
Situation wie folgt: „Was uns antreibt, ist die Vision, 2009 für alle
einen grösseren und besseren Anlass zu erschaffen. Mit neuen Booten,
aber zu reduzierten Kosten und mit einer intensiveren Konkurrenz.
Einige mögen uns für zu ambitioniert halten, aber seither haben wir
eine ganze Reihe von Massnahmen ergriffen, im Versuch, eine Lösung in
dieser Angelegenheit zu finden. Wir haben uns partnerschaftlich über
das Design der neuen Klasse unterhalten, wir haben das Protokoll
angepasst und wir haben den Herausforderern erlaubt, die Verdrängung
des Bootes zu bestimmen, da man uns glauben machte, dies sei die letzte
Bedingung von BMW Oracle. Obwohl die Herausforderer die neue
Klassenregel noch nicht kennen, wissen sie viel über das Konzept, und
sie hatten zusätzlich die Möglichkeit, gemeinsam die Verdrängung zu
wählen. Ich glaube fest daran, dass immer noch genügend Zeit bleibt, um
mit BMW Oracle eine Lösung zu finden, und dass sie ihre Gerichtsklage
zurückziehen und gemeinsam mit den anderen Challengern dazu beitragen,
dass wir diesen Event noch besser machen können als den letzten. Das
letzte Mal dass wir mit ihnen vor ihrer Medieninformation gestern Abend
Kontakt hatten, war, als sie uns bestätigten, dass sie Montagmorgen vor
der Anhörung an einem privaten Treffen in New York teilnehmen würden,
um einen letztes Mal zu versuchen, eine Einigung zu finden. Darauf
hoffen wir immer noch – für den Event, für die Herausforderer und auch
für uns.“
Quelle: Alinghi
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