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26.3.2008 Der America's-Cup-Titelverteidiger muss wieder vor Gericht, um die Streitigkeiten mit dem GGYC bezüglich des Datums beizulegenMittwoch, 26. März 2008) In einem Versuch, den 33.America's Cup möglichst rasch zurück aufs Wasser zu bringen, was vom Golden Gate Yacht Club (GGYC) konsequent torpediert wird, hat die Société Nautique de Genève beschlossen, Richter Cahn darum zu ersuchen, die Daten für den Anlass festzulegen, wie es im Beschluss vom 19. März 2008 vorgesehen war. Dieser Entscheid folgt im Anschluss an das ergebnislose Treffen
vom Mittwoch zwischen Vertretern der SNG und des GGYC. Nachdem alles
versucht worden war, um eine Einigung zu erzielen und die Diskussionen
mit dem GGYC an einem toten Punkt angelangt waren, hat die SNG am
Mittwoch Abend (New Yorker Zeit) einen Brief an den New York Supreme
Court geschickt und ein Hearing verlangt, um ein Datum für den 33.
America's-Cup-Match festzulegen. Dieses soll der zehnmonatigen Frist
Rechnung tragen, die in der Deed of Gift festgelegt ist, und auch das
vormalige Einverständnis des GGYC berücksichtigen, dass diese Frist
während der gerichtlichen Vorgänge sistiert würde.
„Larry Ellison will den America's Cup, aber er scheint nicht
gewillt zu sein, ihn in einer echten Regatta auf dem Wasser zu
gewinnen", sagte Ernesto Bertarelli, der Präsident von Alinghi. „Mit
seinem Vorgehen hat er erfolgreich zwölf eingeschriebene Teams
eliminiert, Pläne für einen Anlass 2009 mit mehreren Challengern in
Valencia verunmöglicht und sich über den Rechtsweg einen Platz im
America's-Cup-Match gesichert – etwas, was er vorher auf dem Wasser nie
geschafft hatte. Nun will Larry Ellison den America's Cup mit einer
juristischen Strategie gewinnen und nicht in einem Rennen auf dem
Wasser gegen Alinghi antreten. Der GGYC fährt damit fort, die SNG zu
täuschen: er hat zugestimmt, die zehnmonatige Frist für die Dauer des
Rechtsstreits zu sistieren, will uns nun aber dazu zwingen, in einem
Zeitrahmen zu segeln, der es der SNG weder erlaubt, die
Titelverteidigung vorzubereiten noch einen Anlass zu organisieren, der
Cup-Fans begeistert."
Die Details der Forderung an Richter Cahn für den Match im Jahr
2009 sind im Brief an Richter Cahn festgehalten (vgl. Anhang). Je
nachdem wann und wie Richter Cahn der Forderung der SNG nachkommt,
besteht die Hoffnung, dass weitere gerichtliche Schritte unnötig sein
werden. Die SNG behält sich alle Rechte als Gewinner des America's Cup
und als prozessführende Partei vor den Gerichten von New York vor.
„Die SNG hat wiederholt festgehalten, dass sie den Wettkampf
wieder weg von den Gerichten und zurück aufs Wasser bringen will; die
wiederholte Verweigerung eines echten und sportlichen Matchs im Jahr
2009 durch den GGYC liess dem Defender aber keine andere Möglichkeit,
als sich wieder an Richter Cahn zu wenden", sagte Lucien Masmejan,
führender Rechtsberater der SNG.
Alinghi 26.3.2008 26.3.2008 SNG frustriert über den Ausgang des Meetings(Mittwoch, 26. März 2008) Nach dem Meeting, das am Sitzder Société Nautique de Genève zwischen Vertretern der SNG und des Golden Gate Yacht Club stattfand, sagte Lucien Masmejan, führender Rechtsvertreter des titelverteidigenden Yachtclubs: „Trotz der grossen Hoffnungen, die wir in das heutige Meeting mit
dem GGYC gesetzt haben, sind wir sehr enttäuscht über das Ergebnis. Der
GGYC verfolgte die gleiche Strategie wie letztes Jahr und kam mit einer
vorgefassten Position an das Treffen, anstatt offen zu sein für
Diskussionen und zu versuchen eine Lösung im Einklang mit dem Beschluss
von Richter Cahn zu finden.
Wir sind besonders frustriert über die Aussage des GGYC, dass die
Abmachung über eine Sistierung der Frist, die vor Richter Cahn
getroffen wurde und dem Titelverteidiger die gemäss der Deed of Gift
einzuhaltende zehnmonatige Frist gewährleisten würde, nicht mehr gültig
ist, und dass das Rennen im Oktober 2008 stattfinden soll.
Der GGYC hat bestätigt, dass er bereits mit dem Bau des Bootes für
den America’s-Cup-Match begonnen hat und behauptet, dass die SNG
genügend Zeit habe, ein Boot zu bauen bis im Oktober 2008. Falls dies
nicht der Fall sein sollte, solle die SNG mit einem bestehenden Boot
antreten. Dies ist ganz klar einer Fortführung der GGYC-Strategie, den
America’s Cup um jeden Preis zu gewinnen, denn das Rennen wäre
lächerlich unausgeglichen. Es wäre genau das Gegenteil der Rennaction,
die wir vom America’s Cup erwarten.
Wir werden uns weiterhin darum bemühen, den Kampf vom Gerichtssaal
aufs Wasser zurückzubringen, aber die Haltung und Vorgehensweise des
GGYC macht dies extrem schwierig. Der GGYC hat sich über den
Gerichtsweg erstmals erfolgreich den Zugang zum America’s-Cup-Match
erzwungen, obwohl sie immer bekräftigt haben, dass sie den Rechtsweg
zum Wohle aller Herausforderer beschreiten würden. Wir werden alle uns
zur Verfügung stehenden Mittel nutzen, um sicherzustellen, dass sie
gezwungen werden, in einem kompetitiven Rennen im wahren Geist und in
der Tradition des America’s Cup anzutreten.“
Alinghi 26.3.2008 |
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