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27.11.2009 Ein verlängerter Bugsprit für Alinghi 5

Ein weiterer Schritt in der Entwicklung von Alinghi 5

Nach einigen langen Tagen und Nachtschichten für die Landcrew und einige Segler und Designer ist Alinghi 5, der riesige Katamaran des Defenders, am Freitag wieder aus der Bootshalle in der Team-Basis in Ras al-Khaimah, VAE, hervorgekommen. Wenn man genau hinschaut, sieht man den Unterschied!

 

Und für den Fall, dass Ihr die Unterschiede nicht seht, hat sich Alinghi.com mit Grant Simmer unterhalten, dem Koordinator des Design-Teams:

Was ist in der Bootshalle in den letzten Tagen passiert?

Grant Simmer: Seit wir das Segeltraining in Ras al-Khaimah vor sechs Wochen aufgenommen haben, sind wir fast jeden Tag auf dem Wasser gewesen und daraus hat sich logischerweise eine lange Liste von Sachen ergeben, die wir entwickeln, respektive verbessern müssen. In den letzten Tagen haben nun die Landcrew und die Segler sehr hart gearbeitet, um diese Sachen zu erledigen. Die grösste Aufgabe war das Ersetzen der vorderen "Spine": jetzt haben wir eine längere "Forward Spine" und das ganze Rigging, das damit verbunden ist.

Die neue Spine anzupassen und sicherzustellen dass das Rigging die richtige Spannung hat, ist ein grosser Teil der heutigen Arbeit. Es brauchte rund 4000 Mannstunden, um die Spine in Villeneuve zu bauen und sie ist am letzten Wochenende in Ras al-Khaimah eingetroffen. Das Boot ist heute früh aus der Halle gekommen und wir nehmen nun einige strukturelle Tests vor, ehe wir am Wochenende wieder segeln.

 

Welchen Einfluss wird dieser verlängerte Bugspriet auf die Leistung von Alinghi 5 haben?

Grant Simmer: Der verlängerte Bugspriet gibt uns die Möglichkeit, mehr Segelfläche hinzuzufügen, und wird das Gleichgewicht auf dem Vorwind-Kurs beeinflussen. Auf der Amwind-Strecke ändert sich nichts; nur bei der Vorwind-Leistung des Bootes.

Wie geht ein solcher Entwicklungsschritt logistisch vonstatten?

Grant Simmer: Diese Projekte beginnen alle damit, dass die Segler und Designer die Entwicklungsbereiche definieren, dann geht es zu den Ingenieuren, welche die Komponenten zeichnen; danach ist die Reihe an der Landcrew und an den Bootsbauern in Villeneuve, wo die Teile gebaut werden, und schliesslich kommt es hierher, unter der Aufsicht von Leuten wie Tom Gurr, der die Landcrew hier in Ras al-Khaimah anführt. Nachdem es hier angekommen ist, hat Boots-Captain Piet van Nieuwenhuijzen die Installation organisiert, stets unter den aufmerksamen Augen der Ingenieure, welche sicherstellen, dass alles korrekt abläuft, so, dass wir über das Wochenende wieder sicher segeln können.

Alinghi 27.11.2009


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