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6.2.2010 Keine Gelegenheit zum HändeschüttelnAlinghi-Präsident Ernesto Bertarelli war an der heutigen Pressekonferenz der Besitzer, die Möglichkeit, seinem Gegenüber die Hand zu schütteln, wurde ihm indes verweigert... In der Gesichte der America's-Cup-Pressekonferenzen hat es schon viele theatralische Momente gegeben und in der heutigen Pressekonferenz der Besitzer, durchgeführt vom 33. America's Cup, wurde ein neues Kapitel geschrieben. Die vorgesehene Pressekonferenz der Team-Besitzer Ernesto Bertarelli von Alinghi und Lawrence J. Ellison von BMW Oracle Racing hatte schliesslich nur einen Teilnehmer, da letzterer die Teilnahme verweigerte. Ellison gab zu Protokoll, er verweigere die Teilnahme, weil der CEO und Skipper seines Teams, Russell Coutts, nicht eingeladen sei. “Ich kam heute hierher, entschlossen, seine Hand zu schütteln”, sagte Bertarelli an der Pressekonferenz. “Ihr alle habt mich gefragt, wie oft ich zu einem Treffen bereit gewesen bin. Jetzt bin ich wieder da und er nicht. Alles andere steht jetzt schon in den Geschichtsbüchern. Wenn sich Larry nach dem Cup mit mir treffen will, um die Zukunft zu besprechen, bin ich gerne dazu bereit.” Paco Tormo, der Pressechef des 33. America's Cup, erklärte, es liege von Seiten von BMW Oracle Racing ein Missverständnis vor. Er sagte, Coutts sei nie von der Pressekonferenz ausgeschlossen worden. “Wir sagten nicht, Russell sei nicht willkommen”, sagte Tormo. “Wir sagten, es gebe keine zweite Wahl. Es waren Ernesto Bertarelli und Herr Ellison. Es war eine Pressekonferenz der Besitzer. Eine Pressekonferenz mit Herr Coutts und Herr Bertarelli wäre keine Pressekonferenz der Besitzer gewesen.” Nachdem er erste Fragen beantwortet hatte, lud Bertarelli Alinghis Teamskipper und Taktiker Brad Butterworth aufs Podium ein, der eine Frage zur Höhenlimite der Wellen von einem Meter beantwortete. Butterworth berief sich dabei auf seine Erfahrung aus einem Meeressicherheits-Seminar des Rennens von Newport nach Bermuda, bei dem die Instruktoren erzählen, dass die grösste Gefahr bestehe, wenn das Meer unruhig sei. “Das ist natürlich ein Sicherheitsbedenken”, sagte Butterworth. “Meiner Meinung nach ist ein Meter eine gute Zahl, weil die Welle hoch genug ist, dass man sie ernst nehmen muss, und es ist eine Welle, die immer eine beachtenswerte Grösse erreicht. Wenn die Brise stark ist und man 20 oder 30 Knoten macht und dann auf diese läuft, passt man sicher auf.” Butterworth freut sich auf das auf Montag angesetzte erste Rennen und sagte, dass die Geschwindigkeit der Mehrrümpfer für ein aufregendes Rennen sorgen wird, unabhängig von der Windgeschwindigkeit. “Die Boote können auch bei schwachen Winden hohe Geschwindigkeiten erreichen und sie schaffen immer die doppelte, zweieinhalbfache oder sogar dreifache Windgeschwindigkeit”, sagte Butterworth. “Es sind grosse Boote, sie sind schwer zu kontrollieren und wenn man auf den Rennkurs kommt, werden wohl beide Teams aufs Gaspedal drücken. Es wird vermutlich ein Kräftemessen der Landcrews, die sicherstellen müssen, dass die Boote in jedem Rennen, das wir bestreiten, zu hundert Prozent bereit sein werden.” Gerade in Anbetracht der bestehenden Gefahr war Bertarelli voll des Lobes für sein Team. “Wir müssen daran denken, dass dies ein Yachtrennen ist. Diesmal geht es noch mehr um Technologie als zuvor”, sagte Bertarelli. “Persönlich war ich schon immer stolz auf jeden einzelnen, aber jene, die diese Kampagne getragen haben, sind jene, welche die Pläne für das Boot bekommen und es dann gebaut haben. Ein solches Boot zu bauen, verlangt viel mehr, als nur davon zu träumen und es zu entwerfen. Man muss es zusammensetzen und dann von seinen Freunden verlangen, dass sie rausgehen und segeln. Und man hofft, dass alles, was man gemacht hat, sicher ist und nicht kaputtgehen wird. Alinghi 5 funktionierte am Anfang auf dem See sehr gut. Wir haben das Boot seither viel weiter ans Limit getrieben und bis jetzt ist es immer noch ganz. Sie haben gut gearbeitet.” Alinghi 7.2.2010 |
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