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13.11.2008 Stellungnahme von Tom Ehman, GGYC

Es ist wichtig, nicht aus den Augen zu verlieren, warum der GGYC diesen Rechtsstreit führt. Wir wehren uns gegen den Versuch der SNG, das Reglement des America’s Cup zu umgehen, indem ein Pseudo-Yachtclub als Challenger of Record installiert wird, um ein unfaires Protokoll in Kraft zu setzen, das der SNG einseitig und in noch nie dagewesener Weise die Kontrolle über den Wettbewerb gibt.

Keinesfalls unser Ziel ist es, andere Herausforderer vom America's Cup auszuschließen, wie der heutige Schriftsatz der SNG an das Gericht fälschlicherweise behauptet. Tatsächlich war es die Weigerung Alinghis, mit uns über ein Protokoll ähnlich dem des 32. Americas Cup zu verhandeln, die uns dazu zwang, mit der Vorbereitung auf ein Match mit Mehrrumpfbooten zu beginnen. Wir haben durchweg öffentlich – und mehr als deutlich gegenüber Ernesto Bertarelli – dargelegt, dass es stets unsere Absicht war, uns auf eine konventionelle Regatta mit mehreren Herausfordern und einem fairen Reglement zu einigen, das einen echten Wettkampf ermöglicht.

Dass Alinghis Regeln für den AC 33 diesen Kriterien absolut nicht genügen, wird unterstrichen von folgenden Beispielen:

• Der Titelverteidiger kann über ACM (die von Ernesto Bertarelli kontrollierte Management-Gesellschaft) jederzeit alle Regeln verändern oder neue Regeln und Beschränkungen erlassen. Alles, was dazu nötig ist, ist die Zustimmung des CNEV – des dem Titelverteidiger gefügigen Challenger of Record.

• Kein Herausforderer – außer dem CNEV – hat Stimmrecht in irgendeiner Frage. Damit nicht genug: Dem CNEV ist es ausdrücklich untersagt, im Namen aller Herausforderer zu handeln.

• Zum ersten Mal überhaupt untersteht die Challenger Selection Series völlig dem Titelverteidiger.

Diese und weitere grundsätzliche Angelegenheiten der Unfairness wurden nicht geklärt, was dazu führte, dass einige renommierte Teams und ein Großsponsor sich von dem Event distanziert haben.

Unsere Position zum AC33 bleibt eindeutig: Wir ziehen unsere Klage zurück, sobald Alinghi einem fairen Reglement zustimmt, welches einen echten Wettkampf ermöglicht. Andernfalls werden wir den Rechtsstreit energisch vorantreiben, und wir sind zuversichtlich, dass wir uns durchsetzen werden.

GGYC 13.11.2008

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