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03.04.2007
BMW ORACLE Racing siegt in Valencia nach famoser Aufholjagd
BMW ORACLE Racing eröffnete die Saison 2007 in der America's-
Cup-Klasse heute in Valencia mit einem Aufsehen erregenden Sieg. Das erste Fleet
Race des Louis Vuitton Act 13 gewann das Team trotz anfänglich großen
Rückstands. Die Wettfahrt stand im Zeichen von sehr schwierigen Windbedingungen
und Regenschauern. Die instabile Brise sorgte auch dafür, dass das zweite Rennen
des Tages nicht mehr gestartet wurde. "Die Bedingungen hatten es in sich", sagte
Peter Isler, Navigator von BMW ORACLE Racing. "Nach dem Start mussten die
Afterguards bei ihren taktischen Entscheidungen improvisieren. Denn an Land
brauten sich Gewitter zusammen, die über das Teilnehmerfeld zogen und die
Seebrise zum Erliegen brachten."
Trotz eines perfekt getimten Starts am linken Ende der Startlinie schienen die
Siegchancen der USA 87 zu schwinden, als der Wind nach rechts drehte und die
Konkurrenz Vorteile hatte. Doch Skipper Chris Dickson und die Crew - mit an Bord
war der deutsche Vorschiffsmann Tony Kolb - kämpften sich Stück für Stück ins
Rennen zurück und verbesserten sich zunächst vom zehnten Platz an der ersten
Tonne bis auf den siebten Rang an der dritten Wendemarke. Anschließend waren es
vor allem das geschickte Aussegeln der Dreher und ein sehr anspruchsvolles
Manöver, das BMW ORACLE Racing den Erfolg einbrachte. Während einer Halse
wechselte das Team den Spinnaker und legte damit den Grundstein für den
überzeugenden Sieg - mit 3:34 Minuten Vorsprung vor dem Zweiten.
Statements von Peter Isler:
"Das heute war ein gutes Beispiel dafür, dass ein Rennen nie entschieden ist,
ehe es vorüber ist. Auch wenn uns dieser Sieg natürlich sehr freut, so sollte
man nicht allzu viel aus dem Ergebnis herauslesen. Die Reihenfolge der Yachten
an den Tonnen wurde heute mehr von den Winddrehern, als von der
Bootsgeschwindigkeit bestimmt. Es hat sich einmal mehr gezeigt, dass Valencia
kein einfaches Segelrevier ist."
"Wir haben dadurch auch wenige Erkenntnisse gewonnen. Dennoch hoffen wir, in den
kommenden sechs Rennen das ein oder andere Detail über die Leistungsfähigkeit
der anderen Boote zu erfahren."
Über den Spinnakerwechsel bei der Halse vor Alinghi sagte Isler: "Crewarbeit und
Bootshandling waren heute durchweg ausgezeichnet. Wir mussten die Halse direkt
vor Alinghi ausführen. Dann haben wir den Schwierigkeitsgrad noch erhöht und
gleichzeitig den Spinnakerwechsel verlangt. Die Jungs haben das Manöver perfekt
ausgeführt, und wir konnten einen großen Vorsprung herausfahren."
Stand nach dem ersten Rennen:
1 BMW ORACLE Racing (12 Punkte)
2 Team Shosholoza (11 Punkte)
3 Mascalzone Latino Capitalia (10 Punkte)
4 Alinghi (9 Punkte)
5 Emirates Team New Zealand (8 Punkte)
6 United Internet Team Germany (7 Punkte)
7 Luna Rossa Challenge (6 Punkte)
8 Desafio Espanol (5 Punkte)
9 Areva Challenge (4 Punkte)
10 +39 Challenge (3 Punkte)
11 China Team (2 Punkte)
12 Victory Challenge (1 Punkt)
Quelle : BMW-Oracle
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