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10.5.2007 „Teil eines historischen Momentes, Ereignisses und Erfolges"Deutsches Team zieht Bilanz – Skipper Jesper Bank tritt zurück – neues Boot in Auftrag gegeben
Das United Internet Team Germany hat Segelgeschichte geschrieben. Als erstes deutsches Team in der 156-jährigen Geschichte der bedeutendsten Segelregatta der Welt hat es am America’s Cup teilgenommen. „Niemand hätte vor zwei Jahren erwartet, was wir heute erreicht haben. Es gab viele Versuche einer deutschen Teilnahme, dieses Team hat es endlich geschafft. Dafür möchte ich jedem einzelnen Mitglied des Segelteams und der Shorecrew herzlich danken. Sie alle sind Teil eines historischen Momentes, Ereignisses und Erfolges“, sagte Syndikatschef Michael Scheeren.
Beim Louis Vuitton Cup in Valencia, der Herausfordererrunde zum 32. America’s Cup, hat das United Internet Team Germany Platz zehn im Feld der elf Herausforderer in den Rounds Robin belegt. „Unser Ziel, den achten Platz im Gesamtklassement zu erreichen, haben wir klar verfehlt, und darüber sind wir enttäuscht“, sagt Syndikatschef Michael Scheeren. „Für sportlichen Erfolg im America’s Cup benötigt man vor allem Zeit und Erfahrung. Beides stand uns nicht in ausreichendem Maß zur Verfügung.“
Als Konsequenz aus den sportlichen Ergebnissen tritt Jesper Bank als Skipper, Steuermann und sportlicher Leiter des United Internet Team Germany zurück. „Niemand in unserem Team ist eine solche Serie an Niederlagen gewöhnt. Deshalb war es für uns alle nicht einfach. Ich selbst bin mit meiner Leistung nicht zufrieden. Der Weiterentwicklung der deutschen Kampagne möchte ich nicht im Wege stehen. Ich danke dem gesamten Team für die hervorragende Arbeit der vergangenen zwei Jahre und bin stolz, Teil der ersten deutschen Kampagne beim America’s Cup gewesen zu sein“, sagte Jesper Bank heute (10. Mai) bei einer Pressekonferenz im Deutschen Haus in Valencia.
Erfolgreich war aus Sicht des United Internet Team Germany die Medienresonanz. „Die deutschen Medien haben so intensiv wie noch nie über den Segelsport und den America’s Cup berichtet. Im Free-TV sind über 70 Stunden gesendet worden. Mit der Berichterstattung in Print, Internet und TV haben wir knapp zwei Milliarden Kontakte allein national generiert. Das ist ein beispielloser Erfolg für den Segelsport in Deutschland. Den America’s Cup und den Segelsport in Deutschland für die breite Öffentlichkeit bekannter und attraktiver zu machen, war eines der Ziele der ersten deutschen Kampagne“, sagt Managing Partner Michael Mronz.
Die wichtigsten Aspekte bei der Planung einer Folgekampagne sind der Austragungsort des nächsten America’s Cups, das sportliche Konzept des Teams, das Interesse der Medien und die Finanzen. „Das Engagement der Sponsoren ist in hohem Maße abhängig vom künftigen Austragungsort, vom sportlichen Konzept sowie dem Interesse der Medien, dass von den Wetterverhältnissen während dieses Louis Vuitton Cups sicher nicht begünstigt wurde. Hier müssen wir zunächst die Entwicklungen abwarten. Das sportliche Konzept einer Folgekampagne muss es sein, ein Team zu haben, das sportlich angreifen kann. Dafür müssen wir uns mit weiteren cup-erfahrenen Leuten verstärken“, sagt Michael Scheeren.
Das gesamte United Internet Team Germany hat sich während der vergangenen zwei Jahre Stück für Stück weiterentwickelt und wertvolle Erfahrungen im America’s Cup gesammelt. „Der wichtigste Faktor für Erfolg im America’s Cup ist Zeit, das haben wir gelernt. Deshalb haben wir eine wichtige Entscheidung getroffen und bereits ein neues Boot in Auftrag gegeben. Nun werden mit den Seglern, die bereits bei dieser Kampagne dabei waren, Gespräche über eine weitere Zusammenarbeit geführt. Außerdem haben wir zum German Sailing Grand Prix in Kiel gemeldet“, sagt Michael Scheeren.
Willy Kuhweide, Kommodore des Deutschen Challenger Yacht Clubs (DCYC) begrüßt die Planungen für eine Folgekampagne: „Wir vom DCYC freuen uns, dass diese erste deutsche Teilnahme beim America’s Cup keine Eintagsfliege bleiben soll. Wir werden die Kampagne weiterhin unterstützen, so gut wir können.“
Quelle UITG 10.5.2007 |
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